Du fehlst mir! Dein Lachen, Deine Stimme, Deine Augen die mich (prüfend) ansehen – einfach alles! Einsamkeit tut weh, aber dann spüre ich wieder dieses Glück das Du mir gegeben hast, spüre wieder die Kraft, die uns zusammenhielt und die mir jetzt durch die langen Nächte hilft. In dieser Einsamkeit suche ich zu verstehen und setze mich hin um zu schreiben, weil ich so mit Dir reden kann. Als ob ich das nicht ständig tun würde… Schreiben… der Versuch das Alleinsein zu betrügen, so tun als ob… als ob Du da wärst. Weisst Du, die Zeit mit Dir – diese Wochen haben viel in mir verändert, vielleicht soviel, dass ich es selbst noch nicht ganz begreife. Aber jetzt bleiben nur noch Fragen – Fragen ohne Antworten.

Wo bist Du? Was ist geschehen?

Vor diesem Blatt Papier entstehen Bilder die eigentlich aus meiner Seele kommen: wir zwei damals an jenem Samstag als alles dank der Party begann. Es war ein Flächenbrand der damals entfacht wurde, voller Leidenschaft aber vor allem voller Liebe… und ich spüre sogar jetzt Deine Zärtlichkeit, diese so unfassbare Tiefe der Gefühle, die Du mit einer leisen Berührung auslöst.

Wie schaffe ich es bloss Dir hier zu sagen was ich fühle? Ich würde Dir gerne erklären, wie sehr Du mir fehlst, gleichzeitig laut schreien: „Komm zurück, bitte!“ Einfach weil ich daran glaube, dass alle diese Gefühle, dieses gemeinsamen Schweben eine Ausnahme, dieses wortlose Verständnis zwischen uns beiden mehr als ein Zeichen für Liebe war – Seelenverwandtschaft vielleicht, einfach tiefer als Worte zu beschreiben vermögen.

Warum bloss fehlten mir in wichtigen Momenten die richtigen Worte? Vielleicht wäre dann vieles schon besprochen. Reden!

Reden müssen wir – über uns, unsere Ängste, unsere Wünsche, Hoffnung, Träume. Darum bitte ich Dich von ganzem Herzen: gib mir die Chance zu sagen wie sehr ich Dich liebe. Lass mich Dich in die Arme nehmen um Dir Sicherheit zu geben. Schenk mir einen-zwei Tage, bitte, und ich werde Dir beweisen, dass es lohnen wird mehr daraus zu machen.

Siehst Du, ich habe sicher Fehler gemacht, irgendetwas muss falsch gelaufen sein – dass Du mir aus dem Weg gehst. Was? Was habe ich gesagt, oder getan, das Dich verletzt haben könnte? Um Himmels willen sag mir bitte was es war, damit ich die Chance habe zu verstehen – und vielleicht wieder gut zu machen. Nur eines zählt für mich: Du und die Nähe zu Dir. Jetzt wo Du nicht mehr da bist stehen Mauern vor mir – jetzt bin ich blockiert, weil nichts mehr so ist wie es war – wie es sein könnte. Ich will Dich keineswegs überreden (das würde ja auch nicht funktionieren), aber ich bitte Dich über uns und die Vergangenheit, über uns und eine mögliche Zukunft nachzudenken.

Erhoffe ich zuviel? Sind diese wunderschönen Tage einfach so wegwerfbar? Ich denke, dass Liebe Geduld verdient, weil sie so zerbrechlich ist. Und ich bin einfach sicher, dass diese Liebe nur eine Chance braucht um wachsen zu können – stärker, grösser und intensiver als alles was zuvor war. Lass uns noch einmal gemeinsam den Anfang wiederholen, auch wenn Du meinst, dass der erste Versuch nicht ganz gelungen sei.

Die Zeit bis zu Deiner Antwort wird sehr schmerzvoll sein!

Verzweifelt!